Jedes Jahr schreiben Kinder ihre Wünsche auf ein Blatt Papier in der Hoffnung, dass der Weihnachtsmann ihre Wünsche erfüllt. Viele dieser Briefe an den Weihnachtsmann landeten in einem echten Briefkasten. Da niemand wusste, was mit den Briefen geschehen sollte, wurden eigens für die Weihnachtspost Stationen eingerichtet, die inzwischen überall auf der Welt zu finden sind.
In Deutschland gehen die Briefe an den Weihnachtsmann in das Weihnachtspostamt nach Himmelreich. Der kleine Ort liegt bei Hannover. Ein gleichnamiger Ort ist auch im Schwarzwald vorhanden. Er nimmt ebenso die Post der Kinder an. Daneben gibt es ein bayrisches Postamt in der Stadt Himmelstadt, das bei Würzburg liegt.
Die Briefe der Kinder werden in Himmelreich bei Hannover vom dortigen Briefmarkenverein gesammelt. Sie spielen dann Weihnachtsmann und beantworten viele der Briefe.
Die bekanntesten und größten Postämter hat der Weihnachtsmann allerdings Himmelpfort errichtet. Dort gehen jedes Jahr knapp eine Viertel Million Briefe ein. Die Briefe stammen nicht nur von Kindern aus Deutschland. Auch aus anderen Ländern werden die Briefe an den Weihnachtsmann geschickt. 2009 kamen die Briefe aus über 80 Ländern und jährlich werden es mehr. Auch diese Briefe werden vom Weihnachtsmann beantwortet. Hierfür steht eine Schreibstube zur Verfügung, die sich im Haus des Gastes befindet.
Durch die Tatsache dass der Weihnachtsmann die Briefe beantwortet, tragen die Weinachtspostämter dazu bei, den mystischen Glauben der Kinder zu bewahren. Verschickt werden in der Regel Vordrucke mit weihnachtlichen Motiven. In einigen Fällen antwortet der Weihnachtsmann aber auch mit einem persönlichen Anschreiben. Dies ist vor allem der Fall, wenn es um Probleme des Kindes geht und der Wunsch nichts mit den herkömmlichen Geschenken zu tun hat.
Die meisten Weinachtspostämter haben für ihre Arbeit spezielle Briefmarken. Diese Marken sind vor allem bei Sammlern sehr beliebt. Deshalb gehen in den Postämter immer wieder Briefe von Erwachsenen ein. Diese werden dann an die angegebenen Freunde und Bekannte des Schreibers verschickt. Sie sind für viele ein ganz besonderes Geschenk.