Ein ganz besonderer Spaß in der Vorweihnachtszeit ist das Weihnachtswichteln. Ob unter Kollegen, Freunden oder Verwandten, dieser Brauch hat in den letzten Jahren viele neue Liebhaber gefunden. Der Ablauf ist ganz einfach, man kauft ein kleines Geschenk, dessen Wert vorher abgesprochen wurde und verpackt es weihnachtlich. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Geschenke an den Mann zu bringen. Die eine besteht darin, dass man vorab kleine Zettel mit den Namen der Teilnehmer in einer Schachtel vermischt und jeder zieht dann den Namen desjenigen, den er selber beschenken muss. Das Witzige hierbei ist, dass der Beschenkte nicht weiß, von wem er sein Geschenk bekommen hat.
Nun kann man speziell für eine bestimmte Person das passende Geschenk aussuchen. Je nach Vorlieben oder Abneigungen der Person lässt man der Kreativität freien Lauf. Man kann zum Beispiel etwas basteln, ein lustiges Foto der betreffenden Person einrahmen lassen oder kleine dekorative Accessoires für die Wohnung besorgen. Es macht immer besonderen Spaß, wenn das Geschenk auf eine lustige Anekdote oder Marotte des Beschenkten hinweist. Der Geschenktag wird vorher ausgemacht und man trifft sich dann bei Glühwein und Lebkuchen, um die liebevoll verpackten Mitbringsel unter viel Gelächter der Reihe nach auszupacken.
Eine andere Möglichkeit des vorweihnachtlichen Wichtelns ist das „Schrottwichteln“. Jeder hat in den hintersten Ecken des Wohnzimmerschrankes noch ungeliebte Weihnachtsgeschenke aus den Vorjahren liegen. Da verstauben bunt angemalte Keramikenten, unmögliche Handschuhe in den schrillsten Farben oder hässliche Nippesfiguren. Diese kann man für das Schrottwichteln wieder hervorkramen, liebevoll verpacken und weiterverschenken. Dabei werden die mitgebrachten Geschenke auf einem Tisch angerichtet und die Beteiligten würfeln darum, wer sich das erste Geschenk aussuchen darf. Jeder darf dann sein Geschenk langsam auspacken und muss die Sprüche und liebevollen Spötteleien der anderen über sich ergehen lassen.