Kennen Sie eigentlich schon den deutschen Brauch mit der Weihnachtsgurke? Nicht? Dann sind Sie nicht der Einzige. Aber in ganz Amerika kennt man diesen Brauch, der angeblich so total typisch für die deutsche Weihnachtszeit sein soll.
Eigentlich kennt man den deutschen Weihnachtsbaum als prächtige Tanne, die mit Lichterketten, Strohsternen, Lametta und Weihnachtskugeln in hellem Licht erstrahlt und in keinem Wohnzimmer fehlen darf. Doch nun kommt der Amerikaner und versteckt in diesem Baum, angeblich „typisch deutsch“ eine Weihnachtsgurke aus Glas. Und diese alte Tradition, das belegen US-Zertifikate, stammt aus Deutschland.
Da die Amerikaner uns auch den Sinn dieses Brauchtums mitliefern, sollte man sich überlegen, ob man ihnen den Gefallen tun sollte, beim nächsten Schmücken des Baumes die besagte Gurke zu berücksichtigen. Demnach wird nämlich diese Gurke zwischen all dem anderen Weihnachtsschmuck versteckt, danach werden die Kinder ins Zimmer gerufen und müssen nun versuchen, die Weihnachtsgurke zu finden. Wer sie zuerst gefunden hat, dem winkt im folgenden Jahr besonders viel Glück, er bekommt ein Extrageschenk und darf seine übrigen Geschenke als erster auspacken.
Seit Jahren ist „The Christmas Pickle“ in Amerika der Verkaufsschlager zu Weihnachten. Und seltsam, ein Stempel aus dem kleinen Örtchen Lauscha in Thüringen lässt einen vermuten, dass da doch irgendwas dran sein muss.
Also Deutschland, lasst uns losziehen und uns eine dieser Weihnachtsgurken kaufen, damit die deutschen Kinder endlich mal die alten deutschen Weihnachtsbräuche, die man in Amerika schon seit Jahren pflegt, kennen lernen können. Und mal ganz ehrlich, wirkt eine solche Gurke zwischen all den Kugeln und Strohsternen nicht unglaublich besinnlich?